Für Ihre Gesundheit machen wir uns stark

 Heute finden sich lediglich Anwendungen in der Volksheilkunde (Husten, Saponine) und der Homöopathie ( Hautausschläge, Menstruationsbeschwerden, D6 bis D10). Die Sumpfdotterblume ist gut an ihren feuchten Standort angepasst. Die Samen werden durch Regentropfen abgelöst und sind schwimmfähig. Das satte Gelb der Blüten erzeugt Lichtpunkte im feuchten Gartenbiotop. April (3)
In den letzten Apriltagen wurde es warm und endlich erwachte die Natur. Man konnte zusehen wie Narzissen , Wildtulpen und Anemonen aufblühten und leider bei den höheren Temperaturen schnell wieder verblühten. Leider wuchs auch in der selben Geschwindigkeit das Unkraut. Eine schöne gefüllte Narzisse Tahiti steht jetzt in voller Blüte.

Arzneipflanzengarten im Ärztehaus Zwötzen



      Im Jahr 2005 wurde im Hof des Ärztehauses ein Arzneipflanzengarten angelegt.

Auf 760 qm  finden Sie über 250 vorwiegend einheimische Arzneipflanzen. Alle Pflanzen sind beschriftet mit Namen, verwendeten Pflanzenteilen und der Anwendung. Auf Wunsch erhalten Sie nähere Informationen  nach Voranmeldung in der Apotheke. Der Eintritt ist kostenlos.






 


In jedem Jahr findet eine Führung statt. Hier erhalten Sie zusätzliche Info`s und  Erklärungen. 


Von Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr können Sie den Garten besuchen. Linke Parkplatzeinfahrt.

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Februar
 

Ein Streifzug durch die Jahreszeiten in unserem Arzneipflanzengarten

Die Idee, eine Abhandlung über ein Jahr über unseren Arzneipflanzengarten zu schreiben, erwachte in mir aufgrund der Kenntnis des wunderschönen Buches von Marianne Foerster: „Der Garten meines Vaters Karl Foerster“, dass mir eine liebe Freundin vor Jahren schenkte. Oft habe ich nochmal nachgelesen, weil bestimmte Sortenempfehlungen zu besonders imposanten Stauden gegeben werden. Und so wollte ich auch die besonders früh blühende Forsythie oder den wunderschönen roten Wasserdost in meinem Garten haben. Natürlich hat ein Arzneipflanzengarten einen anderen Anspruch. Hier sollen heimische oder auch hier wachsende Arzneipflanzen vorgestellt werden. Dennoch sollte in einem Garten auch etwas blühen und so veränderte ich das reine Arzneipflanzenkonzept dahin, dass ich Wildpflanzen um schön aussehende Züchtungen ergänzte und das Ganze durch vor allem Zwiebelgewächse bereicherte. Hier verwendete ich oft die Wildformen, um letztlich den Eindruck eines naturnahen Gartens zu schaffen.
Beginnen wollen wir das Gartenjahr im Februar. Denn  obwohl die Winterkirsche (Prunus subhirtella „Autumnalis“) bereits im November ihre kleinen weißen Blüten zeigt, ruht die Natur im Januar.

Doch bereits im Februar zeigen sich die ersten Vorfrühlingsboten. So konnten wir am 2. Februar bereits die ersten Winterlinge (Eranthis hyemalis) entdecken, die sich mit ihren gelben Blütenköpfchen nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen recken. Mich begeistern immer wieder Pflanzen, die in der kalten Jahreszeit blühen und damit ein Nische gefunden und sich mit fantastischen Überlebensstrategien an die rauen Bedingungen angepasst haben.  Ich habe in einem anderen Garten den Winterschneeball (Viburnum x bodnantense) angepflanzt, der auch bereits ab November mit zart rosa Blüten überrascht, die äußerst angenehm duften. Weniger erfolgreich war ich mit der Winterheckenkirsche (Lonicera X purpusii). Sie ist mir  schon einmal eingegangen. Vielleicht wächst sie jetzt an und erfreut uns im kommenden Februar mit den kleinen weißen Blüten und dem intensiven Duft. Auch die chinesische Winterblüte (Chimanthus praecox) hat einen Platz im Garten gefunden. Leider überzeugen mich die kleinen Blütenglöckchen noch nicht Neben den Winterlingen hat sich das Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) angesiedelt.

Uprünglich waren es einmal drei gekaufte Pflanzen im Beet. Es nimmt jetzt größere Flächen im Rasen ein und erfreut mit seinen violetten Blüten und marmorierten Blättern. Eine echte Sensation im Februar sind immer die gelbe Blüten  des Hamamelis (Hamamelis intermedia „Arnold Promise“). Es ist eine Züchtung.
Die Urform des Hamamelis virginiana, der aus  dem östlichen Nordamerika stammenden Zaubernussgewächse, blüht bereits im November mit unscheinbarer Blüte. Jedes Jahr wieder um diese Zeit blühen natürlich die Schneeglöckchen (Galanthus) und die Christrose (Helleborus niger), die aufgrund ihrer Verwendung als Schnupftabak auch als schwarze Nieswurz bezeichnet wird. Sie ist wie viele Arzneipflanzen in allen Teilen giftig und sollte deshalb vom Laien nicht angewendet werden. Das Schneeglöckchen hat sich an verschiedenen Stellen des Gartens selbständig angesiedelt. Eine frühzeitige Rasenmaht, das Vertikutieren  und die Rasendüngung stehen einer natürlichen Ausbreitung entgegen. Nicht lange lässt der Märzenbecher (Leucojum vernum) auf sich warten. Er liebt schattige, feuchte Bereiche im Garten.

Wenn sich der Märzenbecher wohl fühlt, vermehrt er sich über die Jahre und erreicht solche gewaltige Ansammlungen wie in der Märzenbecherwiese bei Ossig.
Große Freude bereiten mir die Blüten des Leberblümchens (Hepatica nobilis). Sowohl der fantastische Blauton und die filigranen Staubgefäße der Blüten beeindrucken mich immer wieder. Das diese kleine unscheinbare Pflanze noch mehr Anhänger hat, zeigt die jährliche Liebhaberbörse in Erfurt. Hier werden fantastische Züchtungen des Leberblümchens in rot, violett und blau gezeigt. Ich habe eine violette Züchtung für 75,- € erstanden. Aber auch Preise bis 1000,- € und mehr werden hier aufgerufen.




 


 März


Der März begann  sehr trüb und die Nächte waren sehr kalt. Die Natur war wie eingefroren. Aus der Sahara brachte ein Sturm roten Sand. Am 16. März regnete es noch einmal. Dann wurde es freundlicher, aber auch immer trockener. Aufgrund der klaren Nächte sanken die Nachttemperaturen auf -5 Grad Celsius, die Tagestemperaturen bewegten sich um die 15 Grad Celsius. Ich hatte wieder Pflanzen bestellt einen Hamamelis, Frühlingsadonisröschen und Katzenpfötchen. Außerdem brachte ich von der Raritätenbörse in Erfurt den wolligen Fingerhut, verschiedene Leberblümchen und Küchenschellen mit. Ob sie anwachsen, steht in den Sternen. Heute am 23.03.22 überlegen wir schon, ob wir gießen sollen. Dem stehen aber die kalten Nächte entgegen. Überall im Arzneipflanzengarten blühen jetzt die Frühlingsiris. (Iris reticulata) Ich hatte wieder große Mengen an Zwiebeln in violett, blau, weiß und gelb eingekauft. Leider wurden gleich 20 Iris auf einem Trampel gesteckt, was sehr gedrungen und wenig natürlich aussieht. Bald blühen auch die ersten Narzissen. Damit wird gelb immer mehr die bestimmende Farbe des zeitigen Frühlings. Zaghaft blüht auch die Kornelkirsche (Cornus mas) Sie ist ein heimischer Strauch/Baum. Bei größeren Exemplaren wirken die unscheinbaren Blüten wie gelbe Wolken. Leider hat der Strauch wenig Platz und wird wie ein Bonsai behandelt. Damit kann ich auch die im Jahresverlauf erscheinenden Früchte nicht nutzen, die man z.B. zu leckerer Konfitüre weiterverarbeiten kann.
Traurig bin ich auch, dass im Arzneipflanzengarten keine Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) den Winter überstanden hat. Ihre behaarten Blütenköpfchen gehören zu den schönsten Frühlingsblüten. Sie liebt kalkreichen Boden und kommt auf Trockenrasen um Jena in der freien Natur vor. Der Name hat mit der Küche nichts zu tun. Die Namensgebung bezieht sich auf die Form der Blüten, die an Kuhglocken erinnern. Die Wiesen-Küchenschelle ist eine wichtige Heilpflanze der Homöopathie. Menschen mit vielen Ängste, die viel Trost und Streicheleinheiten benötigen, wenden dieses Homöopathikum an.

Überall blühen jetzt Krokusse (Crocus chrysanthus)



und die Strahlenanemone (Anemone blanda), die besonders in der Sonne eine gute Figur machen.




Sehr beeindruckend blüht auch der Schneestolz in einer pinken Version. (Chionodoxa forbesii)   „Pink Giant“.
Eine wenig bekannte Frühlingsblume ist der Lerchensporn (Corydalis solida). Ich hoffe er fühlt sich an seinem Standort wohl und wird sich in den nächsten Jahren weiter ausbreiten.


Sehr schön hat sich ein Blaustern vermehrt, zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia). Die Pestwurz (Petasites hyprides) hat ihren Namen tatsächlich von der Pest. Man glaubte der unangenehme Geruch der Pflanze würde die Pest vertreiben. Jetzt im März erscheinen die Blüten. Sie erinnern irgendwie an Orchideen , sind rötlich, walzenförmig . Bei genauem Hinsehen erkennt man die vielen  kleinen Körbchenblüten, denn Pestwurz gehört zur Familie der Körbblütler (Asteraceae)Bei den Blüten gibt es männliche und weibliche. Aufgrund der frühen Blüte ist die Pestwurz ein wertvoller Nektar- und Pollenlieferant. Der Verwendung als Heilpflanze steht der hohe Gehalt an toxischen Pyrrolizidinalkaloiden entgegen. Sie sind Leber toxisch und vielleicht sogar kanzerogen. Es wurden Sorten gezüchtet, die weniger Pyrrolizinalkaloide enthalten. Sie werden zur Migräneprophylaxe eingesetzt. Später erscheinen dann die rharbarberähnlichen Blätter. Die Pestwurz liebt es feucht und ist eine Uferrandstaude. Durch Rhizome breitet sie sich stark aus. Einmal angewachsen, ist ihr kaum noch Einhalt zu gebieten.


Ende März blüht auch das Scharbockskraut. (Ranunculus ficaria L.) Die Pflanze mit den kleinen gelben Blüten ist nicht lange sichtbar. Den bereits im Mai werden die Blätter gelb und welken. Scharbockskraut enthält viel Vitamin C. Um Skorbut bei Seefahrern zu verhindern, gehörte es zum Reiseproviant der Seefahrer. Die kleinen Blätter vor dem Blütenansatz können für Salate und Quark verwendet werden.













April


Man hätte es als Aprilscherz verkaufen können: am 1. April lag Schnee und es war wieder frostig. Jeden Tag „schielte“ ich zur Magnolienblüte am Haus Lange Str. 7. Hoffentlich überleben sie dieses Jahr. So schön die Magnolie ist, so traurig sehen doch die erfrorenen Blüten aus. In einem anderen Garten habe ich Strahlenmagnolien. Diese blühen etwas früher, sind aber frostunempfindlicher. Die großen gelben Narzissen stehen jetzt in voller Blüte.
Jetzt blüht auch eine hübsche Zwiebelpflanze die Scheinzilla oder Puschkinie (Puschkinia scilloides var. bibanotica) Es sind himmelblaue Blüten. Die Pflanze steht in voller Sonne und hat sich über die Jahre im gesamten Beet vermehrt.


Zu den ersten früh blühenden einheimischen Pflanzen gehört auch das gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) Die zu den Raublattgewächsen gehörende Pflanze ist eine der ersten Futterquellen der Hummeln und Bienen in unseren Breiten. Wenn sich die Blüten öffnen sind sie rot. Im Laufe der Zeit verfärben sie sich blau. So kommt es, dass gleichzeitig blaue und rote Blüten an einer Pflanze sind. Den Farbumschlag bewirkt das Anthrocyan, aufgrund eines ph-Wechsels von sauer zu alkalisch. Das Lungenkraut ist eine Heilpflanze aus der Volksmedizin. Die Blätter erinnern an einen erkrankten Lungenflügel. Laut Signaturenlehre wurde sie deshalb bei schweren Lungenerkrankung (Tuberkulose, Pneumonien) eingesetzt. Heute rechtfertigen die enthaltenen Schleimpolysaccharide und Gerbstoffe eine Anwendung zur Hustenreizlinderung.


Die ersten Tulpen blühen schon. Es ist eine frühe Fosteriana Tulpe mit dem lustigen Namen Tulipa fosteriana Zombie.



Fantastisch ist die Veränderung bei offener und geschlossener Blüte.






Mitte April blühen auch schon die ersten Schlüsselblumen (Primula veris, Primula officinalis) bei uns auch Himmelschlüssel genannt. Sie ist eine heimische Pflanze, die auf kalkreichen Halbtrockenrasen wächst. Die Wurzeln bzw. die Blüten mit Kelch werden als Arzneidroge verwendet. Es sind die Triterpensaponine, die hier wirken. Sie regen die Bronchialschleimhaut zu größerer Schleimproduktion an. Dies verflüssigt den Schleim und das Abhusten wird erleichtert. Wir finden die Schlüsselblume in Hustensäften z.B. zusammen mit Thymian in Bronchicum ® -Elixier.









Das gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides)  hat sich unter einem Goldregen ausgebreitet. Es ist über die Jahre ein dichter Teppich entstanden. Das gelbe Windröschen ist seltener als das Buschwindröschen, das in unseren Laubwäldern noch recht häufig anzutreffen ist. Wie viele Hahnenfußgewächse ist auch das gelbe Windröschen in allen seinenTeilen giftig.












Jetzt im Vorfrühling blüht auch der Seidelbast (Daphne mezereum). Die kleinen violetten Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb. Er ist auch in Thüringen heimisch, mag es kalkreich und sucht die Nähe von Buchen. Der Seidelbast gehört zu den geschützten heimischen Sträuchern und ist in allen Teilen giftig. Viele Mythen ranken sich um den Seidelbast: Er soll Hexen abwenden. Man treibt z. B. Kühe mit Seidelbastzweigen auf die Weide, um die Milchleistung der Tiere zu erhöhen. Wie viele giftige Pflanzen hat er als Heilmittel einen festen Platz in der Homöopathie bei Hauterkrankungen und Schmerzen.

Über die gewöhnliche Mahonie (Mahonia aquifolium) kann man geteilter Meinung sein. Oft geht sie an Stellen im Garten auf, wo man sie gar nicht möchte, da sie sich meist durch unterirdische Ausläufer vegetativ vermehrt. Jetzt im April erscheinen die leuchtend gelben Blüten, die eine wichtige Nektar- und Pollenquelle für Bienen und Hummeln sind. Berührt ein Insekt die Staubblätter, wird der Pollen explosionsartig in Richtung Narbe geschleudert, was auch zum Anheften des Blütenstaubs an den Besucher führt. Ursprünglich stammt die Mahonie aus Nordamerika.

In Mitteleuropa ist sie ein Neophyt. Die meisten Pflanzenteile sind giftig. Da die Beeren weniger Alkaloide enthalten, sind diese essbar und können zu Marmelade weiterverarbeitet werden. Die Anwendung der Mahonie in der Homöopathie bei Hautausschlag ist selten. Es gibt Hinweise der medizinischen Anwendung von Pflanzenextrakten bei Hautschuppen, Schuppenflechte und Akne.




Eine seltener Frühblüher ist auch der Hundszahn (Erythronium Hybr. Pagoda), ein Liliengewächs. Jetzt, Mitte April, erscheinen die schönen gelben Blüten und das gefleckte Laub. Der Hundszahn ist in Südeuropa heimisch. Wir finden ihn dort auf feuchten Wiesen und an Gehölzrändern. Die Zwiebel erinnert in ihrer Form an einen Hundszahn, deshalb der Name.











Jetzt, Ende April blühen auch die schönen Schachbrettblumen (Fritillaria), deren imposantester Vertreter sicher die Kaiserkrone ( Fritillaria imperalis Orange Beauty) ist.




Fritillarien sind eine Pflanzengattung innerhalb der Liliengewächse. Diese schönen Zwiebelgewächse kommen auf der Nordhalbkugel vor. In Deutschland ist nur die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) heimisch.
















Eine größere Artenvielfalt gedeiht in der Türkei und Zentralasien. In unserem Arzneipflanzengarten habe ich die Fuchstrauben-Schachblume


(Fritillaria uva vulpis) und die hellgelbe Schachblume (Fritillaria pallidiflora) gefunden.






Alle Fritillarien sind giftig. Auch ich habe ein  großes Problem mit Wühlmäusen. Mit der Kaiserkrone hatte ich oft Glück. Ich denke das der Geruch nach Fuchsbau auch die Wühlmäuse vertreibt.








Eine wichtige Arzneipflanze ist die Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) die jetzt ihre rosanen Blütenglöckchen zeigt. Sie gehört zu den Heidekrautgewächsen  (Ericaceae) wie die Heidel- und Preiselbeere. Die Unterscheidung ist gar nicht so einfach. Man kann sie an der netzartigen Nervatur an der Blattunterseite erkennen. Der wichtigste Inhaltsstoff ist das  Arbutin. Es liegt als Glykosid vor und wird im Körper zu Hydrochinon gespalten, dass dann seine antibakterielle Wirksamkeit entfaltet.







Pharmazeutisch genutzt werden die Blätter. Bärentraubenblätter werden bei unkomplizierter Blasenentzündung eingesetzt. Bei der Teezubereitung stören die vielen Gerbstoffe. Um sie zu reduzieren, macht man einen Kaltansatz und kocht dann kurz auf. Neben dem Tee kann man auch Fertigarzneimittel aus Bärentraubenblätter anwenden: Uvalysat ® - Tropfen oder Cystinol ® mono Tabletten. Sollte nach drei Tagen keine Besserung eintreten, ist der Weg zum Arzt unumgänglich.











Im Teich blüht jetzt die Sumpfdotterblume. Sie liebt feuchte Wiesen, Gräben und Bachläufe. Da es davon immer weniger gibt, ist sie in Deutschland in manchen Gebieten schon auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Sie gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae).  Die Zugehörigkeit zu dieser Pflanzenfamilie ist auch ein Hinweis auf die Giftigkeit. Die Sumpfdotterblume ist allerdings nur schwach giftig. Nur so lässt sich ihr Einsatz in der Küche ( Salat, Kapernersatz) erklären. Die Sumpfdotterblume taucht erst im Mittelalter als Heilpflanze auf. Die dottergelbe Farbe der Blüten führte zu der Annahme, dass sie bei Leber- und Galleerkrankungen wirksam sein könnte. (Signaturenlehre)






April (3)
In den letzten Apriltagen wurde es warm  und endlich erwachte die Natur. Man konnte zusehen wie Narzissen , Wildtulpen und Anemonen aufblühten und leider bei  den höheren Temperaturen schnell wieder verblühten. Leider wuchs auch in der selben Geschwindigkeit das Unkraut. Eine schöne gefüllte Narzisse Tahiti steht jetzt in voller Blüte.













Auch die Dichternarzisse blüht bereits und leitet das Ende der Narzissensaison ein.  Die Narzissen haben in diesem Jahr besonders schön und lange geblüht. Da sie die Wühlmäuse nicht mögen, kommen sie auch jedes Jahr wieder.









Anders sieht das bei den Tulpen aus, die zu den Lieblingsspeisen der kleinen Nager gehören. Jetzt blüht die etwas merkwürdig aussehende Horntulpe (Tulipa  acuminata) oder die Tulipa clusiana Tulbergen Gem, deren Blüten an kleine Flammen erinnern.
Weitere schöne botanische Tulpen blühen im Arzneipflanzengarten:
Tulipa „Little Princess“, Tulipa bakeri „Lilac Wonder“ und Tulipa aucheriana.










 


Eine wunderschöne Anemone (Anemone nemorosa Royal Blue)  beeindruckt mit ihrem fantastischen Blau.



Jetzt, Ende April , blüht auch die Sternblume (Ipheon).Sie gehört zu den Lauchgewächsen, was auch am charakteristischen Geruch wahrnehmbar ist. Sie stammt wohl aus Südamerika und ist in vielen Ländern invasiv.



Einen interessanten Spross  hat  der Maiapfel (Podophyllum peltatum). Dieses Berberitzengewächs ist in Nordamerika beheimatet. Der Maiapfel ist giftig. Bei den nordamerikanischen Indianern wurde er als Abführ-, Wurm- und Brechmittel angewendet. Die Wirkung ist drastisch und nicht zu steuern. Ein weiterer Inhaltsstoff des Maiapfels ist das Podophyllin, dass als Tinktur bei Feigwarzen Anwendung findet. Die Wirkstoffe des Maiapfels sind zytostatisch  und werden bei Krebserkrankungen eingesetzt.


Eine Pflanze der heimischen Auwälder ist der Bärlauch (Allium ursinum) Er wird in vielen Nahrungsmittel eingesetzt. (Bärlauch im Salat, Bärlauchbutter, Bärlauchbrot). Die Wirkstoffe sind ähnlich dem Knoblauch, es sind Senfölglykoside (Allicin, Alliin). Bärlauch wurde in der Volksmedizin bei Verdauungsstörungen eingesetzt. Eine antibakterielle und thrombozythenaggregationshemmende Wirkung  wurde nachgewiesen. Am bedeutsamsten ist die Verwendung als Wildgemüse. Man muss den Bärlauch genau kennen, um ihn nicht mit anderen Giftpflanzen zu verwechseln. Hier kommen Maiglöckchen, die Blätter der Herbstzeitlose, aber auch die Blätter des gefleckten Aronstabes in Frage.





Ein Bodendecker mit blauen Blüten ist der kriechende Günsel (Ajuga reptans). Er gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist ein Anzeiger für feuchte nährstoffreiche Böden. Zu den Inhaltsstoffen gehören Gerbstoffe. Deshalb wird er innerlich bei Durchfallerkrankungen, äußerlich bei Schleimhautentzündungen und Hämorrhoiden angewendet.







Bis auf wenige Ausfälle hat die Magnolie den Frost überlebt.